Unser Bankkonto

Das Gefühl von Balance - zwischen Anstrengung und Entspannung - lässt unser Leben gelingen. Wir brauchen die Herausforderung, aber auch die Möglichkeit uns treiben zu lassen. Dieses Zusammenspiel lässt sich am besten - auch wenn es zunächst ungewöhnlich erscheint - mit den Aktivitäten eines Bankkontos vergleichen. Wir tätigen Einzahlungen sowie Abbuchungen und können einen sich ständig ändernden Kontostand beobachten. Motivation, Freude, Wertschätzung und Anerkennung sorgen für einen ansteigenden Kontostand. Umgekehrt lassen Daueraufträge - also regelmäßige Energieverluste - und schwierige Situationen, Angriffe oder Rückschläge unsere Ersparnisse dahinschmelzen. Was zuvor mit Disziplin und Konsequenz eingezahlt wurde, kann nicht immer bewahrt werden.

Doch grundlegendes Ziel muss nicht unbedingt ein möglichst hoher Kontostand sein, sondern diesen so stabil wie möglich im positiven Bereich zu halten. Rücklagen sind nicht nur beruhigend, sondern nötig, wenn die Herausforderungen anspruchsvoller werden. Abbuchungen tätigen zu können, ohne sich um einen negativen Kontostand zu sorgen, befreit.

 

Ist der Kontostand erst einmal unter den Nullpunkt gesunken, werden hohe Überziehungszinsen fällig. Wer kennt das nicht? Sind die Herausforderungen zäh und scheinbar unüberwindbar, hat sich plötzlich die ganze Welt gegen uns verschworen. Kritik, Intrigen oder Anfeindungen fordern unsere geschundene Seele. Unglück kommt selten alleine, sagt man. Glück auch nicht, nur dass es - aufgrund der niedrigen Zinsen - nicht so einprägsam ist.

 

Wenn der Kontostand schließlich dauerhaft in den negativen Bereich gerutscht ist, schwinden Motivation, Freude und Begeisterung schnell dahin. Jede Tätigkeit wird mühsamer, kräfteraubender und sinnloser. Die Überziehungszinsen zwingen uns in die Knie. Und dann? Dann gilt es Entscheidungen zu treffen. In meinem Buch KRÄNKUNGEN - Was sie wert sind und wie wir sie überwinden werden Sie einige Ideen kennenlernen, die Ihnen Ihre Entscheidungen erleichtern können.

 


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