Schluss mit Neujahrsvorsätzen - 30 Tipps für tägliche Veränderungen

Zu keiner anderen Zeit des Jahres interessieren sich Menschen so sehr für die selbstauferlegten Vorsätze anderer, wie in den Tagen um Silvester. Ob aus Gehässigkeit oder um den eigenen inneren Schweinehund zu überwinden, Neujahrsvorsätze bestimmen die Gespräche. Ich behaupte: Ziele zu setzen und Veränderungen einzuläuten brauchen kein - von der Tradition - erzwungenes Datum. Im Gegenteil.

Was empfinden Sie, wenn Sie an die nächsten Tage denken? Freuen Sie sich, das alte Jahr abzuschließen und das neue willkommen zu heißen? Oder sind Sie schon damit beschäftigt, das, was Sie sich vom 01. Jänner 2018 an verkneifen wollen, vorab in doppelten Mengen zu konsumieren? Neujahrsvorsätze - wenn sie von einem Datum oder der Gesellschaft - verlangt werden, können ganz schön unter Druck setzen. Wollen Sie aufhören zu rauchen? Sich mehr bewegen? Oder sozial engagieren? Tun Sie es. Aber im besten Fall dann, wenn Sie mit aller Leidenschaft dabei sind. Um sich dennoch ein wenig herauszufordern empfehle ich, sich für den konkreten Entschluss nicht zu lange Zeit zu lassen. Denn die Kraft folgt dem Entschluss. Im Grunde bietet jeder Tag eine Gelegenheit, um Neues auszuprobieren. Warten Sie nicht auf Neujahr. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand:

 

  • Die Motivation kommt von innen und lässt uns daher leichter dranbleiben.

 

  • Der Jahreswechsel motiviert dazu, viele Vorsätze zu fassen. Doch sich an mehrere Regeln zeitgleich zu halten, kann belasten. Lassen Sie Ihre Vorsätze stattdessen nach und nach zu Gewohnheiten werden.

 

  • Vorsätze, die jeden Tag aufs Neue gewählt werden, sind dynamisch und motivieren mit ihrer Aktualität. Neujahrsvorsätze hingegen, die nur einmal formuliert werden, verblassen mit fortschreitendem Jahr. Zwar können Neujahrsvorsätze ebenso dynamisch bleiben, doch verliert sich ein Versprechen, das dem Neujahrsdatum gegeben wurde, meist in den ersten Wochen, wie Studien zeigen.

 

  • Einmal im Jahr das persönliche Gewohnheitsbündel zu überdenken verhindert Erfolge, die sich bei täglichen Entscheidungen zwangsläufig einstellen würden.

 

  • Einen Fehltritt verzeiht man sich leichter, wenn der Vorsatz nicht nur einmal im Jahr beschlossen wird.

 

 

Wenn Sie Spaß daran haben, Neujahrsvorsätze zu formulieren, tun Sie es. Wenn Sie sich aber von dem Datum dazu genötigt fühlen, gibt es 364 andere gute Gelegenheiten dafür. Falls Sie übrigens zu denjenigen gehören, die noch keine Ideen haben, um das Leben nachhaltiger zu gestalten, habe ich ein paar Tipps für Sie. Und das Gute dabei: Sie können nach Herzenslust ausprobieren und jederzeit damit beginnen.

 

  1. Es gibt unzählige Gelegenheiten zur Freude. Entdecken Sie die Schönheiten in Ihrer Umgebung.
  2. Nicht aufschieben, tun.
  3. Verbringen Sie Zeit allein.
  4. Nicht beklagen, besser machen.
  5. Entscheiden Sie sich, wie Sie leben wollen. Und dann tun Sie es.
  6. Zeigen Sie, wer Sie wirklich sind.
  7. Nicht vergleichen. Suchen Sie nach Ihrer Einzigartigkeit.
  8. Bleiben Sie offen und beschäftigen Sie sich mit neuen Ideen.
  9. Verbringen Sie Zeit in der Natur.
  10. Umarmen Sie Ihre Liebsten so oft wie möglich. (Siehe auch: Die Kraft der Umarmung)
  11. Lernen Sie "Nein" zu sagen.
  12. Kultivieren Sie Ihren Humor und lachen Sie öfter.
  13. Entdecken Sie Ihre Leidenschaft und werden Sie Experte/in darin.
  14. Weisen Sie Ihre Sorgen in die Schranken. Die meisten sind irrational und unbegründet.
  15. Lassen Sie nicht zu, dass Groll Ihr Leben vergiftet.
  16. Erkennen Sie die guten Seiten an den sogenannten "schwierigen" Menschen. Was können Sie von ihnen lernen?
  17. Verbringen Sie Zeit mit Menschen über +/- 75 und unter fünf Jahren. Sie werden staunen, was Ihnen alles entgeht.
  18. Weniger erwarten und öfter mal überraschen lassen.
  19. Lassen Sie die Leute reden. Sie tun es ohnehin.
  20. Geduld lernt man nur, wenn sie uns herausfordert. Erkennen Sie Ihre Lerngelegenheit.
  21. Sie allein sind für Ihr Glücklichsein verantwortlich. Entscheiden Sie sich so oft wie möglich, es zu sein.
  22. Unerreichbare Ideale erzeugen Stress. Kleine Schritte hingegen motivieren und lassen uns oftmals weiter kommen.
  23. Überdenken Sie Ihre sogenannten "Pflichten". Wie viel "müssen" Sie wirklich?
  24. Seien Sie nicht zu streng zu sich, wenn einmal etwas schiefgeht.
  25. Ziele sind veränderbar. Passen Sie Ihr Verhalten an.
  26. Wählen Sie Ihr Umfeld weise.
  27. Wie wäre es damit, besser zu werden anstatt perfekt?
  28. Konzentrieren Sie sich bei Diskussionen auf Gemeinsamkeiten statt auf Unterschiede.
  29. Verzichten Sie darauf, jede/n von Ihren Ideen überzeugen zu müssen.
  30. Achten Sie auf Ihre Zeit. Wem wollen Sie sie widmen?

 

 

Ergänzen Sie die Liste beliebig. Ziel ist es, Ballast abzuwerfen und der Leichtigkeit (zumindest ein wenig) Platz zu verschaffen. Abschließen möchte ich diesen Beitrag mit den Worten von Albert Einstein, der uns in Sekunden zeigt, wie unsere Einstellung die Wahrnehmung beeinflusst:

 

"Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:

Entweder so, als wäre nichts ein Wunder,

oder so, als wäre alles eines.

Ich glaube an Letzteres."

 

In diesem Sinne, herzlichst

 

Tamara Nauschnegg

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Annette (Sonntag, 01 Januar 2017 22:01)

    Sehr ansehnliche Liste! Am nettesten finde ich den Punkt No.17. Ich persönlich bin immer überrascht, was meine kleinen Buben mit der Omi alles für Ideen haben. Kreatitivät und "Unzensurierheit" pur! :-)
    Tut einfach gut, so Erbauliches zu lesen. So viele Gestaltungsmöglichkeiten! Vor allem, sich auf Dinge zu konzentrieren, die frau selbst bewegen kann!
    Happy New Year!

  • #2

    Tamara Nauschnegg (Sonntag, 01 Januar 2017 22:22)

    :-) genau das meine ich!!! Und danke für deine (wie immer) lieben Worte! Du bist ein Hit! :-)

    Ein gutes neues Jahr wünsche ich dir und deiner süßen Familie!!! Auf dass 2017 viele schöne Momente für euch bereithält! :-) :-) :-)