Coming soon: FRÜHLING 2018

Mein zweites Buch der großen Coachingbuchreihe wird im Frühling 2018 erscheinen. Hinweise zum Thema werde ich in den nächsten Monaten via Homepage veröffentlichen. Seien Sie also gespannt und besuchen Sie mich regelmäßig  auf meiner Webseite!


hinweissammlung

10 Gedanken für Zeiten, in denen alles schiefläuft

#1: Alles geht vorüber. Ob wir wollen oder nicht: Das Leben ist Veränderung. Gutes, aber auch Schlechtes vergeht. Die Last der Gegenwart lässt sich leichter ertragen, wenn wir uns folgende Frage stellen: Wie wollen wir den Sturm überstehen? Mit angezogener Handbremse und angehaltenem Atem oder mit der Überzeugung, dass jede Medaille immer zwei Seiten hat. Welche positiven Aspekte lassen sich in meiner Not erkennen? Wen habe ich kennengelernt? Wie werde ich sein, wenn alles überstanden ist? Und erkenne ich (vielleicht jetzt schon) eine Besserung in anderen Bereichen meines Lebens?

 

#2: Krisen gehören zum Leben. Sie vermeiden zu wollen ist nachvollziehbar, aber nicht möglich. Sie werden bis an Ihr Lebensende kleine und große Krisen zu überstehen haben. Gewöhnen Sie sich an den Gedanken und erkennen Sie, wann eine vermeintliche Krise vielleicht nur eine Unannehmlichkeit oder Herausforderung ist. Nicht jede Krise trägt ihren Namen zu Recht und muss demzufolge auch nicht mit derselben gedanklichen und emotionalen Härte bekämpft werden.

 

#3: Negative Gefühle sind in Ordnung. Der Mensch ist mit unterschiedlichsten Emotionen ausgestattet und keine davon hat eine größere Daseinsberechtigung als die andere. Wut, Zorn, Angst und Traurigkeit zu unterdrücken sorgt lediglich dafür, dass sie sich irgendwann unkontrolliert Luft verschaffen werden. Umgekehrt beweist ein Dauerlächeln nicht unsere Tapferkeit und der Wunsch, diese anderen zu zeigen, muss nicht Stärke bedeuten. Emotionen annehmen zu können ist ein wichtiger Schritt, um ihnen den Schrecken zu nehmen. Auch wenn sie unangenehm sind, haben sie ihre Berechtigung. Und vergessen Sie nicht: Auch Wachstum verursacht Schmerz.

 

#4: Annehmen, was nicht zu ändern ist. "Love it, change it or leave it", also "Liebe die Situation, verändere sie oder verlasse sie", ist mehr als nur ein Spruch. Er bringt in einfachen Worten unsere Möglichkeiten in schwierigen Zeiten auf den Punkt. Eine Situation, die uns aus der Bahn wirft, lieben zu müssen ist hier natürlich nicht gemeint. Vielmehr geht es um das Annehmen oder Akzeptieren von Tatsachen. Eine schlechte Note, der verlorene Job oder die überraschende Trennung vom Partner oder der Partnerin sind Tatsachen. "Das darf einfach nicht sein…"  oder "Warum geschieht das immer nur mir?" sind fesselnde Gedanken, die zusätzlichen Schmerz verursachen. Erst mit einem Annehmen der Situation klärt sich der Blick. Vielleicht kann eine schlechte Note zu Höchstleistungen anspornen? Der verlorene Job die Möglichkeit bieten, der Berufung näher zu kommen? Und das Verlassenwerden vom Partner oder der Partnerin ein Grund sein, die Beziehung zu überdenken und Lehren (für einen möglichen Neubeginn oder eine neue Beziehung) mitzunehmen?

 

#5: Sorgen sind keine guten Ratgeber. Läuft alles schief, sind wir in unserer Negativität gefangen. Wir grübeln anstatt zu denken und glauben, wenn wir uns nur genug Gedanken machen, können wir unsere Probleme doch noch lösen. Achtung: Das Ausmalen von apokalyptischen Szenarien nimmt Ihnen lediglich die nötige Umsichtigkeit in der Gegenwart. Es löst nicht Ihre Krisen, es verstärkt sie. Gestatten Sie Ihren Sorgen einen zeitlichen Rahmen. Erlauben Sie ihnen beispielsweise sich einmal am Tag für 15 Minuten auszudrücken. Davor und danach gilt es entschieden "Stopp" zu sagen, wenn Gedankenkreise auftauchen. Ersetzen Sie Ihre negativen Gedanken durch positive Aspekte oder lenken Sie sich ab. Die Kernbotschaft von Sorgen kann wichtig sein, zu grübeln hingegen ist Zeitverschwendung.

 

#6: Die Meinung anderer ist die Meinung anderer. In schwierigen Zeiten sind wir besonders anfällig für Ratschläge von außen. Unsere eigene Unsicherheit öffnet den Meinungen anderer Tür und Tor. Und die sind oft alles andere als konstruktiv. Machen Sie sich bewusst, dass auch die Ratschläge Ihrer Mitmenschen von Sorgen, Ängsten und (ungeprüften) Annahmen beeinflusst werden und sie keine allgemeingültigen Patentlösungen sind. Lassen Sie sich Ihr Pflänzchen der Hoffnung nicht durch die Negativität anderer zerstören. Suchen Sie lösungsorientierte Menschen, die durch ähnliche Prüfungen gegangen sind. Und bleiben Sie neugierig. Haben Sie einen Weg noch nicht in Betracht gezogen? Wunderbar. Probieren Sie ihn aus.

 

#7: Geduld erlernen. Geduld aufzubringen bedeutet mehr als nur zu warten. Es bedeutet sich selbst herauszufordern, beharrlich zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass es mehrere Wege zum Ziel gibt. Sich immer wieder in Geduld zu üben ist nicht nur eine Prüfung, sondern bietet auch die Möglichkeit gelassener zu werden. Erst die Notwendigkeit der Geduld lässt uns Geduld erlernen und konfrontiert uns mit unseren wahren Zielen. Wie sehr will ich es wirklich? Wie viel Energie möchte ich investieren? Was kann ich bis zum Eintreten des Gewünschten beitragen? Was nicht? Und welche alternativen Wege kann ich gehen?

 

#8: Wendepunkte erkennen. Hinzufallen ist nicht das Ende. Gewöhnen Sie sich an diesen Gedanken und erkennen Sie im Scheitern einen Wendepunkt. Meist müssen wir uns erst mit unseren Gewohnheiten und Rahmenbedingungen auseinandersetzen, wenn Dinge schiefgehen. Diese Energie können Sie nützen. Wir übergehen im Alltag oft die schmerzenden Kleinigkeiten und akzeptieren gerne die Kursänderungen anderer, obwohl sie unserem eigenen Wachstum im Wege stehen. Stattdessen lernen wir mit den Unannehmlichkeiten zu leben und entfernen uns im ungünstigsten Fall von unseren eigenen Vorstellungen. Ändern Sie das. Rechtzeitig. Oder spätestens in Momenten der Niederlage, indem Sie Ihr Scheitern zu einem Wendepunkt machen.

 

#9: Muster erkennen. Geraten Sie immer wieder an den falschen Partner oder die falsche Partnerin? Ergattern Sie immer nur die schlecht bezahlten Jobs? Oder stoßen Sie immer wieder auf Kollegen/innen, die Sie drangsalieren? Dann hat sich bei Ihnen vielleicht ein Muster eingeschlichen. Achtung: Wir suchen hier nicht nach Schuldigen, sondern nach Veränderungsmöglichkeiten. Dass es Menschen mit unreflektiertem Verhalten und bösen Absichten gibt, steht außer Frage. Doch oft zieht unser eigenes Verhalten dieselben Konsequenzen bei unterschiedlichen Menschen nach sich. Unterwürfigkeit und Zurückhaltung suchen den Gegenpol im Außen. Und die Angst vor Ungewohntem lässt uns kränkelnde Umstände tolerieren. Prüfen Sie Ihr Verhalten auf mögliche Muster. Wie verhalte ich mich üblich? Mit welchen Konsequenzen? Was muss passieren, um neue Wege auszuprobieren? Wann will ich den Mut aufbringen, kleine Veränderungen zu setzen? Und was erwarte ich mir davon?

 

#10: Auszeiten gönnen. Um dem Leben gerecht zu werden ist es auch in schwierigen Zeiten wichtig zu leben, anstatt nur zu existieren. Die meisten Probleme lassen sich nicht lösen, indem wir auf alle Annehmlichkeiten verzichten. Verschaffen Sie sich Pausen vom Leid. Und zwar ohne schlechtes Gewissen. Krisen sind per Definition nicht von jetzt auf gleich zu bewältigen. Sie fordern Kraft und Energie, die auch wieder zugeführt werden müssen. Gehen Sie schick essen, treffen Sie sich mit Freunden/innen, lernen Sie neue Gegenden kennen und tun Sie, was Sie schon immer einmal tun wollten. Gelegenheiten muss man am Schopf packen, auch wenn der dahinterliegende Grund negativ ist.

 

Weitere Tipps und Empfehlungen finden Sie in meinem Buch KRÄNKUNGEN - Was sie wert sind und wie wir sie überwinden. Viel Freude beim Lesen und niemals vergessen:

 

"Ohne dass ihm mal was schiefging, ist nie einer Meister geworden."

 

- Russisches Sprichwort -

 

Herzlichst, Tamara Nauschnegg

 

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